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Davon kann wohl jeder leidgeprüfte Autofahrer ein Lied singen: die Erstzulassung eines Kraftfahrzeugs ist eine zeitintensive, arbeitsaufwendige, nervenaufreibende und umständliche Angelegenheit. Dieses Thema lässt sich nicht im Vorbeigehen erledigen, sondern erfordert viel Zeit, Geduld, Mühe und Energie.

Denn dieses war bislang immer mit dem persönlichen Vorsprechen auf der Zulassungsstelle verbunden. Wer ein Auto erstmalig anmelden wollte, der musste sich bisher auf lange Warteschlangen und Wartezeiten und viel Papierkram auf dem Amt einstellen. Kfz-Halter mussten langes Anstehen in Kauf nehmen und ihre wertvolle Zeit mit anstrengenden Behördengängen verschwenden.

Aber Autofahrer können beruhigt sein und endlich aufatmen. Denn diese Zeiten gehören jetzt zum Glück endgültig der Vergangenheit an.

Die Digitalisierung soll hier in Zukunft einem erheblichen Bürokratieabbau und eine Vereinfachung, Automatisierung, Effizienzssteigerung und Beschleunigung von vielen behördlichen Verfahren und Geschäftsvorgängen ermöglichen. Autofahrer sollen bei der Erledigung von Behördengängen künftig auch von den Möglichkeiten profitieren, die das digitale Zeitalter bietet. So wollen die Ämter jetzt im Rahmen einer Qualitätsoffensive die Erstzulassung von Kraftfahrzeugen sehr viel einfacher machen und weitaus kundenfreundlicher gestalten.

Denn die Digitalisierung hat in den letzten Jahren in alle privaten und öffentlichen Lebensbereichen Einzug gehalten und den Alltag grundlegend revolutioniert. Der technische Fortschritt hat inzwischen auch die Kfz-Zulassungsstellen erreicht, die die Vorteile der Internet-Zeitalters schon lange erkannt haben und für ihre eigenen Kunden nutzen wollen.

i-Kfz Verfahren Stufe 3 – Auto Erstanmeldung im Internet ab Herbst 2019

Eine Gesetzesnovelle des Bundesverkehrsministeriums soll die Erstanmeldung von Autos in Deutschland in Zukunft auch online erlauben. Diese Verordnung wurde vom Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bereits im Jahre 2018 auf den Weg gebracht, am Freitag, den 15. Februar 2019 vom Bundesrat verabschiedet und soll im Herbst 2019 in Kraft treten.

Die Zulassungsbehörden von Ländern und Kommunen werden auf ihren Portalen von diesem Zeitpunkt an die entsprechenden Online-Formulare für die Antragsstellung anbieten. Als einzige Voraussetzung für die internetbasierte Erstanmeldung von Kraftfahrzeugen muss ein Kfz-Halter über einen elektronischen Personalausweis verfügen, mit dem er sich online legitimieren muss.

Das Kennzeichen musste bei der Erstanmeldung bislang direkt vor Ort auf der Zulassungsstelle abgestempelt werden. Künftig wird die begehrte, für die Zulassung erforderliche Plakette dem Antragssteller zugeschickt und muss von ihm selbst auf dem Nummernschild angebracht werden. Das Kennzeichen muss der Kfz-Halter aber auch weiterhin eigenständig prägen lassen.

Die Vorteile für den Verbraucher liegen ganz klar auf der Hand: die Erstzulassung kann in Zukunft auch bequem, schnell und einfach vom eigenen Schreibtisch aus im Internet erledigt werden – und das alles im Handumdrehen und ohne das eigene Haus verlassen zu müssen. Antragssteller können künftig in den eigenen vier Wänden alle erforderlichen Online-Formulare mit nur ein paar wenigen Klicks ausfüllen – und ersparen sich dadurch Stress, Hektik, lange Wartezeiten und lästigen Papierkram auf dem Amt und nervenaufreibende Behördengänge.

Der technische Fortschritt macht´s möglich: dank Digitalisierung ist die Erstanmeldung von Kraftfahrzeugen künftig zeit- und ortsunabhängig möglich und wird dadurch zu einem Kinderspiel.

Kfz Ummeldung, Abmeldung und Wiederzulassung schon online möglich

Diese Gesetzesnovelle ist die dritte Stufe des innovativen, insgesamt vierstufigen Projekts „i-Kfz“ (internetbasierte Fahrzeugzulassung), mit dem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Fahrzeugzulassungswesen in Deutschland digitalisieren und damit vereinfachen, beschleunigen und effizienter machen will. Das BMVI verspricht sich davon eine enorme Entlastung von Bürgern und Bürgerinnen, von Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung bei der Anmeldung von Kraftfahrzeugen aufgrund eines hohen Zeit- und Wegeeinsparungspotenzials für Fahrzeughalter und Fahrzeughalterinnen. Dieses Projekt begann bereits im Jahre 2015 und wurde in den letzten 4 Jahren fortlaufend weiterentwickelt und kontinuierlich an die aktuellen Lebens- und Alltagsrealitäten von Autohaltern in Deutschland angepasst.

Schon am Donnerstag, den 1. Januar 2015 wurde im Rahmen der ersten Stufe dieses Projektes in Deutschland die Außerbetriebsetzung von Kraftfahrzeugen im Internet ermöglicht.

Bereits seit Sonntag, dem 1. Oktober 2017 wird mit Inkrafttreten der zweiten Stufe dieses Projekts in Deutschland auch die Wiederzulassung von Autos auf denselben Halter im selben Zulassungsbezirk auf Portalen der Zulassungsbehörden von Ländern und Kommunen angeboten. Ermöglicht wurde dies durch das Erreichen einen technischen Meilensteins während der zweiten Stufe: die deutschlandweite, echtzeitfähige Erfassung, Speicherung und Überprüfung von HU- und SP-Daten (Hauptuntersuchungs- und Sicherheitsprüfungsdaten) im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) des Kraftfahrt-Bundesamtes. Dies bildete die rechtliche und technische Grundlage für die Digitalisierung von weiteren Anmeldeverfahren für Kraftfahrzeuge. Außerdem konnten Autofahrer im Falle der Außerbetriebsetzung und der Umschreibung unter Kennzeichenbeibehaltung erstmals von einer vollautomatisierten Antragsbearbeitung und -entscheidung profitieren.

Dies ermöglicht Privatpersonen in Deutschland künftig die Durchführung von Erstzulassungen, allen Arten von Wiederzulassungen, Adressänderungen nach Umzug des Halters und Umschreibungen bei Halterwechsel im Internet. Kraftfahrzeuge können bei Kennzeichenbeibehaltung direkt nach Umschreibungen, Adressänderungen und Halterwechseln in Betrieb genommen werden.

Während im Rahmen der ersten drei Schritte des Projekts „i-Kfz“ ausschließlich Privatpersonen die Vorteile der internetbasierten Fahrzeugzulassung nutzen konnten, soll mit Umsetzung der vierten Stufe dieses Projekts das innovative „i-Kfz“-Verfahren in Zukunft auch auf juristische Personen (wie z.B. Unternehmen) ausgeweitet werden.

Weiterführende Links:

  • https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/internetbasierte-fahrzeugzulassung.html
  • http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Kfz-Erstzulassung-kuenftig-auch-online-moeglich
  • https://www.morgenpost.de/politik/article215216389/Erstanmeldung-von-Autos-ist-bald-auch-online-moeglich.html
  • https://www.judid.de/kfz-zulassung-online-auch-bei-erstzulassung/
  • https://www.autozeitung.de/autos-online-zulassung-i-kfz-191410.html
  • https://www.focus.de/auto/praxistipps/kfz-online-anmelden-das-brauchen-sie-dazu_id_7650299.html
  • https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/auto-zulassung-anmelden-abmelden-online-i-kfz/